Ein Bach voller Krebse

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      Ein Bach voller Krebse

      Hallo zusammen.

      Dieses Bild zeigt einen Bach, den ich gerne besuche, im Dezember.



      Immer wieder mal waren dort ganz zufällig Krebsscheren zu finden.

      Die Stelle, an welcher der Bach den Wald verlässt sieht derzeit so aus.



      Nun schaut mal, wer da unter einem Stein hervorlugt.



      Es war nur eine Frage der Zeit einen Krebs zu entdecken, bei zufällig gefundenen
      Körperteilen ist die Besatzdichte sicherlich nicht unerheblich.
      Und siehe da, die Kameraden gehen doch tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein spazieren.



      So wie ich das sehe, handelt es sich hierbei um Pacifastacus leniusculus, den Signalkrebs,
      und er ist gerade an dieser Stelle zahlreich vorhanden. Auf wenige Meter Bach habe ich
      innerhalb von ein paar Minuten mehr als 20 Tiere gezählt. Von 2 cm bis 15 cm ist alles vertreten,
      und überall liegen Scheren und Beine herum...



      Die Krebse sind so gar nicht scheu und lassen sich leicht fangen.




      Erwähnenswert ist, daß sich ein paar hundert Meter weiter oben eine kleine, übelriechende Kläranlage befindet,
      was den Krebsen offensichtlich nicht schlecht bekommt.
      Wo diese Tiere herkommen ist klar, die Donau ist von dieser Stelle nur etwa 2 km entfernt.

      Was gibt's morgen zum Abendessen? :Ooo:

      Mit freundlichen Grüßen

      Andreas
      Hi Andreas,
      danke für die tolle Dokumentation.
      Klasse Aufnahmen des Habitats und der Krebse.
      Ich würde auch sagen das es sich um Signalkrebse handelt.
      Die mögen ja leider auch unsere kühleren Bachläufe und dringen dadurch in Habitate vor die eigentlich der
      heimischen Krebsarten Rückzugsgebiete waren.
      Da sie sich auch tagsüber zeigen, vermute ich auch mal das der Bach voll von der Art ist und schon ein
      Populationsdruck entstanden ist.
      Außerdem beginnt nun bald die Paarungszeit, sobald die Temperaturen anfangen zu sinken.
      Wenn sich oberhalb eine Kläranlage befindet würde ich mir das mit der Mahlzeit echt überlegen! <X
      Gruß Conni

      Blindschuetz schrieb:

      Hallo.

      Apropos Mahlzeit...
      Wer weiß, wie die Rechtslage hinsichtlich dieser Neozoen aussieht?
      Wollte ich amerikanische Einwanderer in Bayern fangen und essen,
      wäre ich dann ein Wilderer?


      Servus Andreas,

      meiner Meinung nach schon. Um überhaupt an einem Gewässer (es gibt keins, das größer ist als ne Pfütze und keinem gehört) mit Fischereiausrüstung (was auch immer, da reicht schon ein Futterkescher) unterwegs zu sein, braucht man auf jeden Fall eine Erlaubnis vom Inhaber des Fischereirechts oder wenn kein Fischereirecht vorliegt vom Gewässerinhaber. Da diese Krebse (meiner Meinung nach) nicht dem Fischereirecht unterliegen wäre es keine Wilderei sondern Diebstahl.

      Besser ist Du fragst erst mal nach. Wenn Du Glück hast sind die froh wenn einer die Viecher rausholt, wenn Du Pech hast gibst böse Blicke und ne schnoddrige Antwort.

      Bei mir gibts auch nen Baggersee der voll ist mit P. clarkii, man darf sie einzeln mit dem Kescher fangen (mit Angelschein und Tageskarte) aber Reusen darf man nicht auslegen.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
      Info: www.jbraunwarth.de

    meine-Fischboerse.de