Waller im Aquarium

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      cheraxfan schrieb:

      Die Rotfedern gehen übrigens wieder zurück wo sie herkamen, die sind so scheu das sie jedesmal gegen die Abdeckung springen, wenn ich den Raum betrete. Da muß ich mir Jüngere besorgen.


      Hi,

      nach ein paar Tagen Eingewöhnung sind sie jetzt ruhiger. Sie halten sich zwar immer noch zurück, schauen aber recht neugierig aus ihrer Ecke raus ob es was zu futtern gibt. Anfangs nahmen sie kein Futter an, dafür haben sie die ganzen Wasserlinsen bis auf den letzten Rest gefressen. Inzwischen fressen sie auch mein normales Futter. Noch zwei Wochen und sie stehen an der Scheibe und warten aufs Futter. Die schönen roten Flossen sind natürlich kaum noch zu sehen, ich glaube aber das auch die wieder kommen, wenn die Fische besser eingewöhnt sind.

      Der Wels ist inzwischen etwas gewachsen, passt aber immer noch in die Spalten eines Lochziegels.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
      Info: www.jbraunwarth.de
      Hi,

      Heute habe ich mal wieder gefüttert, da ich nur noch Hobbyaq. fast ohne Zuchtabsichten bin, reicht 2-mal die Woche. Meine Rotfedern sind inzwischen futterfest und reagieren neugierig auf mich, das Futter holen sie sich auch wenn ich mit der Nase an der Scheibe klebe.

      Mein Waller ist inzwischen etwas gewachsen (gut 1cm). Heute kam er zum erstenmal bei Tag raus und hat das Staubfutter gemümmelt. Wie ein Staubsauger, fast senkrecht, Kopf nach unten. Die nächsten Tage kriegt er wieder mal ein paar Guppys, ich habe welche mit krummem Rücken gesehen, solche Fische muß ich sowieso aus der Zucht nehmen. Bin mal gespannt wie die Rotfedern auf die Guppys reagieren, theoretisch sind sie Futter oder keiner Beachtung wert.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Hi,

      mal was neues vom Waller.

      Mittlerweile ist er gut 20 cm groß, wobei das schwer zu schätzen ist, es könnte auch mehr sein. Er wandelt jegliche Nahrungsenergie in Wachstum um, seine Devise ist wohl "schnell groß werden". Als er so 13 cm groß war fing er an die Rotfedern zu fressen ( alle min. 10 cm ), so alle 2-3 Tage eine. Inzwischen ist er alleine im Becken und muß sich mit Störperlen begnügen. Einen Jahreschein für diesen See (aus dem er kommt) habe inzwischen, der See ist aber noch zugefroren. Immer noch ist er nachtaktiv und lässt sich nur nach 2-3 Tagen ohne Futter am Tag raus locken.

      Trotzdem werde ich die nächsten Tage versuchen ein Foto zu machen. Ggf. werde ich das Becken und den Unterstand etwas verändern müssen. Er schafft sich nämlich seinen Unterstand selbst, wo früher ein ebener Boden war mit einer Wurzel drüber ist heute eine Mulde mit ner Wurzel drüber.

      Ein faszinierendes Tier, es verschafft mit tiefe Einblicke in die Wallerwelt. Ein Waller frisst alles was ins Maul passt, auch Aas. Aber nicht jeden Tag, hat er heute den Magen voll, geht er morgen gar nicht erst auf Jagd.

      Ganz anders, damals der kleine Hecht den ich 1/4 Jahr im Becken halten durfte, leider finde ich meinen thread von damals nicht. Kurz, er war 6-7 cm groß Anfang Juni und 35 cm groß im September. Er sollte Guppys fressen, weil ich zuviele hatte. Da war ein 200 L Becken voll mit Guppys die aussortiert waren und sich natürlich trotzdem vermehrt haben. Das hat er nicht getan, er fraß nur die größten, die Jungguppys ließ er in Ruhe, naja den Hecht habe ich damals auch nicht hungern lassen, wie jetzt den Wels. Als er einen Antennenwels gefressen hatte, wurde mir die Sache zu gefährlich (nicht wegen den Antennenwelsen sondern wegen dem Hecht, Antennis können mit ihren Stacheln einen Raubfisch arg verletzen). Also habe ich dahin zurück gebracht wo er herkam.

      Um die Guppys zu dezimieren habe ich dann zwei kleine Flussbarsche mitgebracht, das sind richtige Fressmaschinen, die fressen alles was sich bewegt und wenn der Bauch noch so voll ist.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Hi,

      wärs ne Forelle, wär er schön größer als die TKSupermarkforellen mit ihren 350-400 Gramm für 2 Stück, ich sehe in nur selten und dann immer nur kurz. Und das in einem eigentlich recht übersichtlichen Becken.
      Das Maul ist inzwischen ca. 4-5 cm breit.
      Neulich habe ich ein paar Rotaugen/Rotfedern mitgebracht, die erste hatte er schon im Maul als noch nicht mal alle im Becken waren. Danach hat er gewaltig aufgeräumt, bis auf ein großes Rotauge (knapp 20 cm). Nach 3 Tagen ohne Futter, hatte er morgens einen ziemlich dicken Bauch (wie wenn ein Mensch eine Regentonne verschluckt :D ) und dann fast 2 Wochen nichts gefressen.

      Bis August/ September möchte ich ihn noch halten. Also so langsam wirds Zeit sich um einen Platz zu kümmern, wo er ohne Angler leben kann. Ein Gartenteich ist dafür nicht geeignet, auch ein großer Koiteich nicht. So ein Waller mit 1m kann durchaus einen Karpfen mit 50 cm fressen. Da er auch Karpfenfutter frisst, wird er immer weiter wachsen und irgendwann auch Karpfen mit 80 cm fressen. Also kein Zierteich, ausser man hält nur den Waller.

      Wieso gibt es solche Riesenfische in D?

      ES gab sie schon immer. Historisch gibt es Berichte über Waller mit 5 m Länge, das mögen Übertreibungen sein oder anderswie fehlerbehaftete Größenangaben. Tatsache ist in Spanien und Italien werden inzwischen Tiere mit über 2,50 m gefangen, klick mich, und in Spanien wurden erst 1982 Waller eingeführt. Der größte mit der Angel gefangene Waller hatte über 2,70 m. Niemand weiß wie alt diese Fische werden.

      Vor 60 Jahren gab es jedenfalls fast keine mehr in Mitteleuropa sie waren fast ausgerottet. Mit den letzten hat man dann gezüchtet und wohl auch welche zur Zucht aus Osteuropa importiert. Die Fischereivereine haben dann diese Fische gerne in ihre Gewässer gesetzt, bis in die 1990er Jahre. Damals gabs dann ein Schonmaß mit 1 m und begrenzte Fangzeiten.

      Heute ist das ganz anders, viele Fischereivereine bereuen heute den damaligen Besatz mit Wallern. In den meisten Seen gibt es weder Schonzeit noch Schonmaß, manchmal gibt es sogar eine Entnahmepflicht. Man hatte sich geirrt, es waren eben keine Karpfen oder Forellen, die man mal schnell einsetzt und genauso schnell wieder rausfängt. Diese Fische waren ursprünglich hier heimisch und so vermehren sie sich auch ganz natürlich. Das Wallermännchen schlägt eine Laichgrube und laicht dann mit einem Weibchen ab. Das Gelege kann bis zu 10.000 Eier umfassen. Dann wird der Laichplatz vom Männchen solange bewacht bis die Jungen ca. 8 cm groß sind. Und genau da, wo ich das ganze Frühjahr und den Sommer 2014 ein Wallernest vermutet hatte, hab ich meinen kleinen Waller (damals 8 cm) gefangen (siehe post 1).

      Dumm gelaufen, wenn die invasive Art ne einheimische Art ist.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Mittlerweile schätze ich ihn auf 40 cm, weil sehen tu ich ihn nicht. Der Waller lebt nur in seinem Versteck, bewegt sich tagsüber gar nicht. Dabei ist es gar kein Versteck, 1 Lochziegel und die darüber wachsende Pflanze. Hat aber ein Maul in das ein Tischtennisball passen würde.

      Er kommt tagsüber überhaupt nicht raus, gar nicht.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Diese Anpassungsfähigkeit wird mancherorts zum Problem, gerade dort wo der Wels ein Neozoon ist, wie in Spanien, Italien und Südfrankreich.

      Hier ein Video aus Frankreich, Welse jagen Tauben.

      Ein ähnliches Video gibt es auch aus Spanien (Ebro). Interessanterweise jagen die dort am Tag, meiner bewegt sich am Tag so gut wie gar nicht.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Hi Hans,
      genau das mit den Tauben in Frankreich war auch in der Doku.
      Er jagd am Tag, weil die Tauben nur tagsüber baden und trinken gehen.
      Und die Tatsache das der Wels in dem abkühlenden Fluss im Winter für kurze Zeit einen großen Schwarm bildet, um dann weiterzuziehen.
      Gruß Conni
      Danke, hab mir den Film grad angeschaut. Gut gemacht, obwohl nicht alles stimmt. Der Wels stammt nicht nur aus dem Donaudelta, sondern ist im gesamten Flussgebiet der Donau ursprünglich heimisch. Auch in einigen Seen in Oberschwaben zB dem Federsee gibt es sie schon "immer".
      Ebenso im Bodensee, so ist es gut möglich das es sie auch im Rhein natürlich vorkommen.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Hi,

      er ist nun gute 40 cm groß. Obwohl ich nur bei Tag füttere holt er sich das Futter erst bei Nacht, einzige Ausnahme sind lebende Rotaugen/federn aber die gibts nur alle halbes Jahr mal. Dieses Jahr wird er wieder ausgesetzt, ich weiss bloss noch nicht wo.

      Denke eher an Gewässer in denen nicht geangelt wird.

      Auch eine Abgabe in ein Privatgewässer wäre denkbar, das müsste halt schon geeignet sein.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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      Ich weiß nicht, ob es auch auf Rotfedern zutrifft aber Fische hören doch über Schwingungen. Also fühlen. Für einige empfindliche Fischarten soll man das Becken doch auf ner richtig guten Dämmmatte legen, damit diese die Schwingungen nimmt. Und wenn es daran liegt, dann kommen diese betreffenden Fischarten häufiger raus.
      ich meinte der Wels kommt nur dann bei Tag raus wenn lebende Fische im Becken sind. Die Rotfedern leben nicht lange genug um sich einzugewöhnen. Da machts einfach "schnapp" und weg sind sie. Immerhin ist sein Maul inzwischen gut 6-7 cm breit. Einen Tischtennisball könnte der ungestreift einsaugen :D

      Nichtsdestotrotz hast Du natürlich recht, wenn ein Becken ständigen Vibrationen ausgesetzt ist tut das dem Besatz und dem Becken nicht gut. Der Besatz gewöhnt sich vielleicht mit der Zeit daran, das Becken platzt irgendwann. Deswegen stehen alle mein Becken auf Wellpappe, ist billiger als Dämmmatten und hat denselben Effekt.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
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