Zwerghexenwelse Hemiloricaria beni (ehemals Rineloricaria beni) - Eier und Aufzuchtbericht

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      Zwerghexenwelse Hemiloricaria beni (ehemals Rineloricaria beni) - Eier und Aufzuchtbericht

      Hallo,

      seit Januar 2009 besitze ich 5 dieser wunderschönen Hexenwelse, die ich aus privater Nachzucht erstehen konnte. Sie haben sich prächtig bei mir entwickelt und seit ca 2 Monaten kann man auch die Geschlechter unterscheiden. Ich habe 2 Weibchen und 3 Männchen.

      Sie sind unheimlich friedlich und leben bei mir in meinem 63 Liter Becken zusammen mit Killifischen. Hier habe ich es vorgestellt: Meine Becken-63 Liter

      Die letzte Zeit wurden die zwei Damen ziemlich rund:
      und der Bauch von unten *g*
      Und dann sah ich plötzlich, nachdem ich schmalere Röhren eingesetzt hatte, das sich etwas tut: Zwei Tiere in einer Röhre, das lässt Gutes ahnen ;)

      Und dann war es am 07.12. so weit: Es waren Eier in der Röhre *freu*
      Ich hatte mir kurz vorher eine sogenannten Gerdkasten gekauft, da ich sowohl bei den Corydoras als auch bei meinen zwei Hexenarten auf Nachwuchs hoffte, dort zog der Papa mit den Eiern in der Röhre dann ein.
      Der Bericht geht weiter....
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      2. Teil:

      Die Eier entwickelten sich prima und der Papa kümmerte sich liebevoll um den Nachwuchs. Es wurde fleissig alles gesäubert und das Gelege keine Sekunde verlassen.
      Nach 6 Tagen sah man schon die Larven, die sich entwickelten und konnte Augen erkennen:

      Nach 14 Tage fingen die ersten Jungfische an zu schlüpfen, das Männchen war sehr aktiv in der Röhre und schien dadurch die Kleinen anzutreiben zu schlüpfen. Vorher zeigten die Kleinen schon die dunkle Zeichnung, die sie nach dem Schlupf als perfekte Tarnung auf Laub ebenfalls hatten.
      Alle 35 Jungfische brauchten 1 1/2 Tage zum Schlupf.

      Direkt nach dem Schlupf und mit rundem Bäuchlein (Dottersack)
      Hier jeweils ein Teil der Rasselbande:
      Ein Größenvergleichsfoto mit einer Blasenschnecke von heute, nun 6 Tage nach dem Schlupf.

      Ich halte diese Welse zur Zeit nicht mit Garnelen, da die Killis sie mir wegfressen würden, kann mir aber vorstellen, das sie gut in ein Garnelenbecken von mind. 54 Litern passen würde. Sie sind wirklich nette Welse.
      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Huhu :)
      Danke schön.

      Im Moment bekommen sie Staubfutter für Jungfische aber hauptsächlich dekap Artemia, das wird auch gut angenommen. Lebende Artemia finden sie irgendwie nicht so doll, denke das wird aber noch. Die werde ich weiterhin auch immer mal wieder anbieten.

      Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe eben schon wieder ein Gelege entdeckt 8o , die waren schon seit 2-3 Tage verdächtig am Herumwurschteln um und in der einen Höhle.
      Ich hab grad gar keinen Platz mehr, muss mal schauen was ich damit nun auch noch mache ;)

      Das wird ja stressig. :D

      @Jürgen: Gerne gebe ich dir gerne welche ab :) Ich hoffe, ich kriege sie alle groß!

      Hier noch zwei meiner Lieblingsbilder


      Man beachte beim zweiten Bild die in den Gerdkasten schauende Killifischdame, die ziemlich gierig dreinblickt. Sie kriegt aber keinen Jungwels, dafür hab ich schon mit einer Sprungsicherung des offenen Kastens gesorgt ^^

      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Sehr schöne Tiere!
      Und ich dachte immer, dass es lediglich Hypancistrus und
      ähnliches in dieser Größe gäbe. Wieder mal etwas gelernt :D (wobei
      man in diesem Hobby ja nie auslernt... :rolleyes: )
      Die scheinen sich bei dir ja pudelwohl zu fühlen, wenn sie sich so
      fleißig vermehren :D
      Ich würde gerne etwas mehr über die allgemeinen Haltungsbedingungen
      erfahren, vielleicht hast du Lust, mir eine PN zu schreiben?
      Oder du schreibst es einfach direkt in diesen Thread :P
      Ich würde mich jedenfalls freuen und noch viel Erfolg bei der weiteren
      Aufzucht - da werden bestimmt noch mehr Jungtiere kommen!
      Viele Grüße, Nina :)
      Es gibt Fische, die Luft atmen, aber keine Menschen, die Wasser atmen.

      :devil
      Hallo Caren,

      danke für den Zuchtbericht - just in time! Habe auch 5 Hemiloricaria beni seit Anfang des Jahres aus Nachzucht bekommen...vielleicht aus derselben Quelle (Raum Frankfurt) wie Deine? Jedenfalls habe ich Vorgestern das erste Gelege entdeckt. Zwei Tiere hatten in den letzten Wochen öfters einer kleinen Tonröhre (ca. 5cm lang, 2cm Durchmesser, geschlossenes Ende...war eigentlich als versteck für CPOs (Cambarellus patzcuarensis) gedacht...) aufgehalten - nun ist endlich das Gelege da.

      Da passt es natürlich gut Dein Zuchtbericht zu lesen.
      Zwei Fragen hätte ich:
      - Wie lange pflegt das Männchen die Brut? Bis zum Schlüpfen? Nimmst Du es dann aus dem Einhängekasten raus?
      - Kannst Du mal ein Bild von dem Einhängekasten machen?

      Gruß
      Axel
      Bilder
      • rine_beni 1.JPG

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      Huhu


      @Nina: Die Zwerghexen sind wirklich klasse und sehr friedlich. Halte sie wie beschrieben in einem 60 Liter Becken, das ist bei der Größe von ca 8 cm prima machbar.
      Die Haltungsbedingungen sind bei mir: Weiches Wasser (meines Wissens aber nicht so ausschlaggebend, geht auch deutlich härter) und ca 22-23 Grad mit Nachtabsenkung. Sie waren für mich interessant, da sie nicht wie viele andere Hexenwelse deutlich höhere Temperaturen benötigen.
      Wichtig finde ich feinen Sand, den sie gerne mit dem Maul aufnehmen bzw. auslutschen und in den sie sich auch leicht eingraben. Sehr gut getarnt, oder?
      Sie fressen bei mir Frostfutter, sehr gerne Brokkoli und Zucchini und auch Lebendfutter, da werden sie richtig aktiv. Zwischendrin ist auch Granulatfutter kein Problem. Sind echt genügsam.

      @Axel: Ich habe sie aus Königstein, das könnte also passen ;)
      Bei meinen Temperaturen hat es 14 Tage gedauert bis die ersten Kleinen geschlüpft waren, alle 35 waren am 16. Tag morgens geschlüpft. Das Männchen blieb bei mir die gesamte Zeit auf dem Gelege, hat es gesäubert und aufgepasst. Ich hatte auch den Eindruck (werde das jetzt beim zweiten Gelege beobachten), das das Männchen als die Kleinen schlüpften viel aktiver war und sie scheinbar anregen wollte, das sie doch endlich mal schlüpfen sollen.

      Am 16. Tag morgens hatte ich dann aber einen riesen Schreck: Das Männchen war weder in der Röhre noch in dem Hängekasten zu sehen.
      Wo sass der Kerl? - auf dem Sand im Becken bei den anderen Vieren und wartete sehnsüchtig auf Futter. Er ist also nach dem Schlupf der Kleinen aus dem Kasten getürmt. Ich bin froh, das der Kasten fest im Aquarium hängt, sonst hätte er ja im schlimmsten Fall vertrocknet neben dem Aquarium gelegen. Also immer aufpassen, im Nachhinein habe ich jetzt davon auch gelesen, das die Männer sich nach der Pflicht dann aus dem Staub machen. Ansonsten nimmt man sie dann raus, wenn alle Kleinen geschlüpft sind.

      Hier der Einhängekasten, er wird mit einer Membranpumpe betrieben und hat seitlich eine Membran, durch die Wasseraustausch passiert.

      Das Foto fand ich richtig süß, wie die zwei Geschwister ihre Schwänze kreuzen, im Hintergrund sieht man die feinere und oben drüber die gröbere Membran zum Wasseraustausch.
      Und hier noch zum Abschluss, was wird da wohl gefordert ;) FUTTER!!!

      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Danke! Da bin ich ja gespannt ob ich das auch so gut hinkriege. Ich habe zwar kein Einhängebecken wie Caren, aber ein Einhängebecken einfachster Art (Netzkasten). Da zirkuliert das Wasser durch das Netz und so spare ich mir die Luftpumpe. Ich hänge es so ein, dass es in der Strömung liegt. Bei Corydoras hat das meist gut funktioniert. Das Gelege mit dem Männchen lasse ich aber noch im Becken und werde es erst in 10 Tagen umsetzen, oder spricht was dagegen?
      Huhu Axel,

      ich wäre bei dem Netz vorsichtig, ob da genug Futter hängen bleibt, das die Hexen das nach und nach aufnehmen. Die sind vorallem am Anfang echt bissl lahm was das Futter betrifft und ich hab sie immer wieder mit dekap artemia, das ich mit Wasser in einer Spritze aufgezogen habe, angespritzt. Da nahmen sie dann was.
      Bei mir hingen viele anfangs nur an den Scheiben des Kastens. Jetzt wuseln sie schon durch die Gegend, wenn es Futter gibt und haben gefüllte Bäuche, das ich diese Aktion nicht mehr machen muss.

      Ich habe den ersten Hexenmann mit der Röhre gleich in den Kasten überführt, da ich nicht wusste, was meine mit im Becken lebenden Apfelschnecken und die Killis mit den Eiern anstellen. Das zweite Gelege ist seit vorgestern mit dem Papa noch im Becken und es ist noch da. Ich weiss ja nicht, was du noch so alles im Becken hast...
      Vielleicht kannst du auch ein kleines Becken aufstellen und schön mit Mulm animpfen, würde das einem durchlässigen Netz eher vorziehen. Hast ja noch einige Tage Zeit etwas vorzubereiten. Wenn sie eine dunkle Färbung wie meine Jungfische in den Eiern bekommen, dann ist es bald soweit. Hat bei mir dann noch 3-4 Tage gedauert.

      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Huhu,

      auch hier nochmals: EIn frohes neues Jahr!

      Wollte euch noch mal ein Gruppenbild zeigen, sind nicht alle drauf, aber man bekommt einen Eindruck was da im Kasten so los ist. Ich habe noch mal nachgezählt, es sind 39 8o
      Irgendwie sind da noch mehr aufgetaucht.

      Das zweite Gelege wird im Aquarium vom Papa gut bewacht und versorgt, die Eier scheinen sich ebenfalls zu entwickeln. Ich denke die älteren Geschwister werden dann umziehen und das Gelege nächste Woche in den Gerdkasten mit dem Vater überführt werden.

      Ich werde weiter berichten. Jetzt gehen sie übrigens auch an lebende Artemia, die sie am Anfang nicht wirklich genommen haben. Mikrowürmchen kommen auch gut an.
      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Hallo Caren,

      mit dem Netzkasten habe ich bisher gute Erfahrungen mit Corydoras Nachwuchs (die "größeren" Arten, also nicht pygmaeus, hastataus, habrosus) gemacht. Habe die mit dekapsulierten Artemiaeiern gefüttert. Damit diese nicht gleich durch die Netzmaschen fallen, habe ich Eichenlaub auf den Grund gelegt. Was nicht gefressen wird fällt dann mit der Zeit runter und wird von den Fischen im Aquarium gefressen. Zudem sind im Netzkasten auch noch Blasenschnecken als "Müllabfuhr" unterwegs.

      Eine Frage hätte ich noch: frisst das Brutpflegende Männchen während der zwei Wochen nichts? Oder bekomme ich es nur nicht mit? Wenn ich es mit dem Gelege in den Netzkasten überführe, muss es gefüttert werden?

      In meinem Becken habe ich recht "friedliche", normalerweise nicht bruträuberische Arten (solange bewacht!): Corydoras pygmaeus, habrosus, hastatus; Nannostomus anduzei und cf. digrammus; L134 und L181; Marmorbeilbauch; Blasenschnecken und Raubturmdeckelschnecken; Dario dario; CPOs. Lediglich "gefährlich" ist ein paar Papiliochromis ramirezi, aber die scheinen sich nicht für das gelege in der Röhre zu interessieren. Zumindest scheint keiner aus dem Gesellschaftsbecken sich bisher an dem Gelege vergreifen zu wollen, bzw. stört das brutpflegende Männchen in der Röhre.

      Übrigens, was für Microwürmchen (die groß werden die?) hast Du? Unter dem Begriff Mikrowürmchen werden verschiedene Arten gehalten....ich bin auf der Suche nach solchen, die etwas größer werden, also ruhig 2-3 mm oder mehr. Gedacht sind sie zum verfüttern von meinen kleinewüchsigen Fischen wie z.B. Nannostomus, Corydoras und Dario dario.

      Grüße und ein gutes neues Jahr
      Axel
      Huhu Axel,

      na dann bin ich mal gespannt was du von dem Netz berichtest, wenn es bei dir soweit ist.
      Die Männchen fressen die gesamte Zeit der Brutpflege nichts. Meiner ist ja vermutlich auch aus dem Grund aus dem Kasten getürmt, als die Kleinen endlich aus den Eiern waren ;) Hungeer :D

      Hexenwelse in einem Gesellschaftsbecken groß werden zu lassen, geht vermutlich eher schief. Zumindest was ich so gelesen habe. Gerade am Anfang sind sie einfach bissl langsam beim Futtern. Denke eine gezielte Aufzucht lässt sie auch besser und gleichmäßiger wachsen. Gerade in der Anfangszeit müssen sie gut versorgt sein, sonst bleiben sie immer kleiner oder kümmern...

      Mirkowürmchen sind sehr feine Würmchen, ich würde so 1-2 mm sagen. Welche Art ich hier habe, keine Ahnung. Sie wurden als Walterwürmchen verkauft, scheinbar ist das aber ein und die selbe Art.
      Denke für deine Zwecke wären eher Grindalwürmer geeignet, die sind deutlich größer.
      Halte auch Dario dario und die nehme ndie Grindals, aber auch die Mikrowürmer sehr gerne. Fütter die Grindal so 2 Mal die Woche, da sie doch sehr Proteinhaltig sind. Der Ansätz laufen bei mir auf Seramis, das klappt gut.

      Die nächsten Tage mache ich dann mal wieder Bilder :)
      Grüße Julia
      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Huhu,

      nun war ich einige Tage weg (Fischsitter hat seine Aufgabe wunderbar erledigt) und die Kleinen sind danach in ein 12 Liter Becken gezogen, damit das zweite Gelege mit der Röhre wieder in den Gerdkasten ziehen konnte.
      Heute morgen war es soweit, das zweite Gelege beginnt zu schlüpfen (1. Bild)

      Zudem seht ihr die Hexen des zweiten Geleges, sie wachsen ordentlich und sind schon richtig als Hexenwelse zu erkennen.
      Besonders gut gefällt mir das Reiterchen-Bild auf der lila Apfelschnecke ;)
      Grüße Julia

      P.S. @Axel: Wenn du sie nicht anderweitig auf einer Fischbörse oder so bekommst, dann sag mir noch mal bescheid, ich kann dir einen Ansatz schicken. Allerdings erst wieder, wenn es wärmer ist.
      Anleitungen sind massenweise über eine große Suchmaschine zu finden ;)
      Bilder
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      ~Lebe deine Träume, aber verträume nicht dein Leben~
      Ich mein ich habs schon mal gelesen als du den Fred eröffnet hast ^^
      war mir aber nichr mehr so sicher...

      Suche nämlich schon seit längerem (sehr) kleine Welse die sich gut mit Garnelen vertragen und nicht all zu hohe ansprüche stellen ^^
      Gruß Andy

      "Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt."
      Khalil Gibran


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