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Freitag, 20. Januar 2012, 15:08

Muss es wirklich BIO sein?

Ich lese immer wieder mal von Bio-TK-Gemüse (Erbsen, Karotten) für Krebse. Muss es als Futter wirklich Bio sein? Ist bei mir (als Mischung) irgendwie schwer zu bekommen, hab ich festgestellt.
Gruß,
Dirk

Freika

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2

Freitag, 20. Januar 2012, 22:28

Hallo,
auf jedem Fall ist man auf der sichereren Seite mit Bio :)
mfg Christiane

wenn du nicht weißt wo du hin willst, landest du sicher ganz wo anderst als gedacht :D

BEASTIEPENDENT

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3

Donnerstag, 2. Februar 2012, 20:37

Hallo Dirk,

mit "Bio" solltest Du besonders vorsichtig sein. Bei der Bio-Landwirtschaft sind viele Pestizide verboten, die Bauern können nur noch mit wenig arbeiten. Hauptpestizid dort ist Kupfer, weil es ein Wirbellosengift ist, das für Menschen hingegen völlig ungefährlich ist (überflüssiges Cu wird wieder ausgeschieden). Für Krebstiere hingegen ist Cu schon im Millionstel-Gramm-Bereich tödlich.

"Bio"-Zeugs sollte also NOCH sorgfältiger gewaschen und geschält werden als "normales" Gemüse.

In unserem Board wies ein gelernter Weinbauer und Verkäufer von Pflanzenschutzmitteln darauf hin dass,
1. in Bioprogrammen nicht nur schwefel gespritzt wird sondern noch viele andere Mittelchen(kaliwasserglas, HF, Kupfersulfat usw usw), …
2. ALLE ja wirklich ALLE Pflanzenschutzmittel haben eine sogenannte Wartezeit von 10-40 Tagen nach dieser Zeitspanne sind sie restlos zerfallen und weder wirksam noch Nachweisbar. Es gibt kein legales spritzmittel auf dem Markt (zumindest EU-Weit) dass länger als 1,5 monate stabil bleibt. danach zerfällt es in seine abbauprodukte(völlig unbedenkliche sachen wie H2O, NaOH, usw. usw.)
Durch wind und wetter kann man nach spätestens 2 monaten nichts mehr nachweisen.
3. Bioprodukte sind nicht weniger mit spritzmitteln behaftet als konventionell erzeugte Produkte es sind einfach nur andere Mittel die generell schwächer wirken und viel schneller zerfallen.
WICHTIG aber grade für Krabben freunde: Sämtliches Gemüse und Obst wird egal ob konventionell oder BIO mind 1x pro jahr mit einem Kupferpräparat behandelt zu bekämpfung von zb. Peronospora, Kräuselkrankheit Phompsis Braunfäule usw. usw.
und im BIO-Landbau, Bio -Weinbau und allen seinen Ablegern ist der gesetzliche Kupfergrenzwert je nach Staat bis zu 20mal höher als im Konventionellen Landbau. in Österreich zb. dürfen BIO-flächen im Weinbau bis zu 6x mit wechselnden Kupferpräparaten behandelt werden(zb. Cueva) im Konventionellen jedoch max 2 mal
'ne schöne Jrooß & bess demnähx, Ollie ("BEASTIE")
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Garnifan

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4

Donnerstag, 2. Februar 2012, 21:05

Hi

Finde das Thema sehr interessant....
Vielen Dank für diesen Beitrag!
Wieder etwas dazugelernt. :D

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man nur auf der sicheren Seite ist,
wenn man das Gemüse/Futter selbst anbaut, am besten noch im Gewächshaus um Gifte aus der Luft/ dem Regen auch noch fernzuhalten?

Schon erschreckend wie sich die gesamte Landwirtschaft nach dem Menschen und seinen Bedürfnissen richtet ohne auch nur irgend einen Gedanken an die Folgen ihres Handelns zu verschwenden.
Einige dieser Stoffe (Cu! und andere Schwermetalle) reichern sich ja in Boden und Grund-/Oberflächenwasser an und gefährden so im Kreislauf gesehen nicht nur die sich von in der Nahrungskette unter sich stehenden Lebewesen, sondern auch das Ende der Kette, den Menschen. Ein klassisches Eigentor mit riesigen Kollateralschäden.
Mit freundlichen Grüßen
Tom
Keep Metalling! \m/ 8) \m/

5

Donnerstag, 2. Februar 2012, 22:15

Ich glaubs ja nicht! Jetzt les ich überall BioBio und nun hauen die da Kupfer drauf? :K)

Hier ein Zitat aus Wikipedia:

"Kupfer als Pflanzenschutzmittel [Bearbeiten]
Der Biolandbau lässt im Weinbau nur 4 kg Kupfer pro Hektar und Jahr zu, im Kartoffelbau kommen viele Biobauern ganz ohne Kupfer aus, in anderen Kulturen wird Kupfer gar nicht gespritzt.[80] Die ökologische Landwirtschaft setzt zur Bekämpfung insbesondere der Knollenfäule Kupfersulfat ein. Kupfer hat eine relativ hohe Ökotoxizität (Kupfersulfat besitzt die Wassergefährdungsklasse 2, ist sehr giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.) und hat außerdem bereits zu Leberschäden bei Arbeitern im Weinbau geführt. Obwohl die EU Kupfersulfat 2002 verbot, wird es aufgrund eines Mangels an Alternativen im ökologischen Landbau weiter verwendet.[56][81] Der Biolandbau versucht nach eigenen Angaben, den Einsatz von Kupfer als Pflanzenschutzmittel weiter zu reduzieren. So sollen immer häufiger tolerante und resistente Kartoffel- und Rebsorten angepflanzt werden."


Ob das mit dem Kupfer auch für andere Pflanzen außer Kartoffeln und Wein gilt steht mal nicht drin. Keine Ahnung ?(
Gruß,
Dirk

BEASTIEPENDENT

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6

Donnerstag, 2. Februar 2012, 22:24

Siehste, man lernt nie aus. Hier http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfer#Biol…e_Eigenschaften steht aber trotzdem, dass überschüssiges Kupfer beim Menschen einfach ausgeschieden wird – Kupfersulfat ist aber natürlich schon wieder etwas anderes.

Ich muss da mal genauer forschen…

Aber wie gesagt heißt es ja nicht, kein "Bio" zu benutzen, aber eben mit Bedacht! ;)
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Freika

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7

Donnerstag, 2. Februar 2012, 22:32

Hallo ,
hab letztes Jahr mal ein Bild von Bio-Trauben gemacht,da waren nicht nur die Trauben blau-auch die Blätter. :( Sie wurden 2 Tage vorher mit Kupfer behandelt.

Bei Biogemüse hatte ich bisher nie Probleme, gut gewaschen und kurz überbrüht.
mfg Christiane

wenn du nicht weißt wo du hin willst, landest du sicher ganz wo anderst als gedacht :D

8

Donnerstag, 2. Februar 2012, 22:32

Hei, fein raus is, wer seinen eigenen Garten hat...
Bei mir wachsen im Sommer Hokaido, Gurken, Spinat, Mangold, Karotten, Brennesseln, Paprika und Zucchini...
Das andere mögen sie ja nicht so...
Das wird auch für den Winter eingefroren oder getrocknet...
Früher hab ich auch gefrorenes Biogemüse vom Diskounter genommen...
Aber mit einem Röschen Blumenkohl hab ich mir mal 15 Apfelschnecken gehimmelt :heul:
Obwohl ich den Vorher auchimmer verfüttert hatte...ebeso wie TK Brokkoli...
Seitdem hab ich nichtmehr in diese Beutel gegriffen...außermal die Bioerbsen von Aldi...die gingen bisher immer gut...
VG Monika

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