CPO lethargisch nach Häutung - Krankheit? Krebspest?

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      CPO lethargisch nach Häutung - Krankheit? Krebspest?

      Hallo Ihr Lieben,
      ich bin CPO-Neuling und hoffe auf eure Hilfe:
      Ich habe die CPOs vor ca. 4 Wochen per Postversand erhalten (kein Züchter in der Nähe, Dorf). (Eingefahrenes Becken, artgerechte Einrichtung, Wasserwerte ok, Temp. 20,5 °C, bereits vorher Erfahrung mit Zwerggarnelen). Das Umsetzen habe ich mit Zugabe von Aquarienwasser ins Transportwasser nach ca. 1,5 Std. vorgenommen. 2 Weibchen, 1 Männchen. Nach ca. 1 Woche hat sich das erste Mädel gehäutet, alles super gelaufen, alle Gliedmaßen vorhanden. Das zweite Weibchen hatte bei Erhalt nur eine Schere und hat sich bisher nicht gehäutet. Mein Männchen hat sich nach nicht ganz 2 Wochen gehäutet - allerdings nicht vollständig, soweit ich das sehen konnte. Die Haut hing noch am Hinterleib (von der Körpermitte her hochgeklappt), und nur der Schwanz sah gehäutet aus. Ich habe auch im ganzen Becken kein "Kopfteil" der Haut gefunden. - Hier starteten die Probleme.
      Der Krebs hatte plötzlich Probleme, sich gerade zu halten, die Beinchen waren irgendwie "falsch herum", teils eingeklappt, als wären sie verbogen. Ich beobachtete das ein paar Tage, was hätte ich bei dem kleinen Kerl auch helfen sollen (Jungtier, vielleicht gerade 2 cm groß) Er zog sich zuerst in eine Höhle zurück für ca. 3 Tage, dann war er wieder öfters zu sehen, meist unter Pflanzen, wo er sich versuchte an den Blättern festzuhalten, um nicht umzufallen. Er begann immer öfter rückwärts zu laufen. (Fluchtreflex funktionierte noch) Ich dachte eigentlich, er hätte die Häutung nicht geschafft, und ich könne ihm wohl nur beim Sterben zusehen. Ich las, man könne den Häutungsvorgang unterstützen durch Kaltwasserduschen, was ich dann auch versuchte (1 Woche nach der Häutung, er fraß noch!) Er strampelte auch ständig, als versuche er noch, Haut abzustoßen. Nach wenigen weiteren Tagen bewegte er sich kaum noch, hatte sich unter dem Blatt einer Pflanze "eingeklemmt" um weiterhin richtig herum zu stehen. Ohne Blatt kippte er sofort auf die Seite (für mich machte es den Anschein, als sei die linke Kopfseite "ausgebeult" - weshalb ich annahm, dass sich dort die alte Haut etwas gelöst hätte, an der rechten Seite jedoch nicht). Vor 3 Tagen dachte ich, er sei endlich verstorben, jedoch zuckte er noch mit Scheren und Beinchen. Ich hatte Angst, dass er doch krank ist, und die Mädels ansteckt, weshalb ich ihn nun separat in einem Kühlen Becken halte und dort mehrmals täglich das Wasser wechsle (kein Filter).
      Der Stand heute ist folgender: Er hat den Schwanz leicht eingezogen, die Beine stehen in allen Richtungen ab, doch keines sieht "richtig" aus, er liegt nur noch auf dem Rücken max. seitlich, bewegt Beinchen und Scheren, wenn man das Wasser bewegt hat (er lebt definitiv noch, es ist nicht die Wasserbewegung), er nimmt kein Futter mehr auf. - Ich habe schon überlegt, ob ich ihn töten sollte, um ihm diese Quälerei zu ersparen, aber ich weiß nicht, was schnell und schmerzlos wäre oder ob ich nicht noch auf "ein Wunder" hoffen könnte.
      Ein Foto kann ich leider nicht machen, da ich keine Kamera habe, die ihn scharf genug fotografieren könnte.
      Ich wäre dankbar für Tipps, Hilfe oder wenigstens eine Erklärung, was mit ihm los ist. Danke euch vorab!
      Hi, erst mal ein trauriges Hallo, willkommen hier im Forum.
      Leider ist es wohl so wie Du schon richtig vermutet hast.
      Da hat eine Häutung ganz und gar nicht geklappt.
      Es ist wirklich eine Quälerei für das Tier, er wird es nicht schaffen.
      Bei der Zwerg- Krebshaltung sollte proteinreich gefüttert werden und die KH nicht unter 5 liegen.
      Sonst gibt es meist Häutungsprobleme.
      Gruß Conni
      Hallo Maja,
      meine Werte momenten sind: Nitrat/Nitrit 0, GH >7, KH 6, ph 7,4, Cl natürlich 0. Bei den Haltungswerten zur Temperatur habe ich viel wiedersprüchliches gelesen, allgemein werden Werte um die 20 °C empfohlen (?). Ich habe mich hier allerdings auf die Website eines Züchters verlassen, der seine Tierchen bei max. 20 °C hält. Mein Becken ist bei Zimmertemperatur aber sowieso auf 21 - 21,5 °C.
      gefüttert habe ich mit Krebsfutter vom Anbieter, Brennesselsticks, -Seemandelbaumblätter habe ich eh immer mit drin.
      Vielleicht schon ein Schaden während des Transportes?
      Ich dachte nur, es könnte vielleicht etwas anderes sein, da mein Tierchen offensichtlich verwirrt zu sein schien. (im Kreis laufen, dann rückwärts...- anfänglich hatte er ja sogar noch normal gefressen)
      Hei ja, an der Temperatur liegt es nicht.
      Du schreibst das Tier ist gerade mal 2cm, das ist zwar unter Umständen vertretbar, aber usw.blablabla
      Fakt ist,..das Tier sollte 2,5cm, einen gut ausgehärteten Panzer haben, sich möglichst nicht während des Transportes häuten,
      passende Versandtemperaturen, gut verpackt, gesund, keine Parasiten, nicht umhergeschüttelt usw.blablabla
      Versand ist eben immer mit mehreren Risiken verbunden und war schon immer Vertrauenssache.
      Gruß Conni
      Naja.. zum Versand... ich wusste nicht, wo ich mein Krebschen herkriegen soll. Also hab ichs beim gleichen Versender bestellt, bei dem ich auch meine Garnelen bezogen hatte. -Wie ein Paketdienst mit Paketen umgeht, ist leider allgemein bekannt. Auch wenn "lebende Tiere" drauf steht. - Aber mein Zoofachhändler (der ne Woche später ein ganzes Aquarium voll starker großer Männchen hatte) bekommt die ja sicher auch per Post od. eben privaten Versender zugestellt. Also irgendeinen Transportweg erleiden die Tierchen ja immer, außer man hat einen Züchter gleich über die Straße gegenüber ;) - Hätte ich vorher gewusst, dass mein Zoofachhändler die CPOs jetzt auch anbietet, wäre ich dorthin gegangen, dann hätte ich mir ja auch persönlich ein kräftiges Tier aussuchen können.
      Hi,

      Ferndiagnosen sind immer schwierig. Ich würde die Ursache nicht im Transport suchen, sondern in der Ernährung und den Lebensumständen des Krebses vor dem Transport.

      Wie Conni schon geschrieben hat sind 2 cm auch etwas klein zum Versenden. Bei so jungen Tieren gibt es auch ohne Transport genug Verluste.

      Hol Dir halt ein Männchen bei Deinem Händler, aber achte darauf das es nicht so groß ist, sonst zermatscht der Dir die Weibchen.
      Grüsse aus dem Wilden Süden
      Hans
      Info: www.jbraunwarth.de

      Die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritiker (Reich-Ranicki)
      Hei, ein Problem ist, das ein CPO mit 2 cm eigentlich die richtige Größe für einen Start hat.
      Je größer sie sind, desto kürzer ist die Lebenserwartung. Bei Ausgewachsenen ist nur sehr schwer zu sehen, ob sie schon die letzte Häutung hinter sich hatten oder ob sie noch eine vor sich haben :/
      Ich habe auch schon CPO mit 2 cm bekommen. Das sind die Urväter meines Stammes. Die kamen im Jan in kleine Flaschen verpackt hier an und haben es alle geschafft. Deswegen hab ich mir auch bis jetzt noch nie was dabei gedacht, sie auch in der Größe zu verschicken, bevor mein Becken zuhause aus allen Nähten platzt...is bis jetzt auch immer gut gegangen...
      Ich kann nicht verstehen warum die Leute immer die Größten haben wollen???
      Auf die Börse nehm ich nur 2 oder 2,5cm große mit oder haltmal einen Bulldozer, den ich dann aber nur für Einzelhaltung abgebe, weil er alle andern Platt macht...Die sind aber immer als erstes weg :huh:
      CPO werden nunmal nicht besonders groß und auch nicht besonders alt...das is halt so...
      VG Monika

    meine-Fischboerse.de